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Mittwoch, 16. März 2016, 15:15

Episode 129 - Draculas Rückkehr, Epilog



Anmerkung: Dieser Story Teil basiert auf dem Level "Mists of Avalon" von Titak





Lara's Adventure Tagebuch, Part 129


Hallo, Freunde, ich grüße euch! Nach langem, intensiven Abenteuer in Transsilvanien bin ich tatsächlich wieder zuhause, zumindest körperlich auch heil und unbeschadet. Doch ihr seht mich ebenso nachdenklich wie traurig, und diese Trauer werde ich noch lange nicht verarbeiten können, ganz gleich was mich auch weiterhin erwarten mag und welche Herausforderungen ich noch bestehen muß. Noch immer fällt es mir schwer zu verarbeiten, was geschehen ist, auch wenn ich mir dafür extra einige Tage Auszeit genommen habe. Nur Winston ist hier und umsorgt mich, allen anderen Bediensteten habe ich frei gegeben. Ich möchte alleine sein und nachdenken, resümieren und reflektieren über alles, was gewesen ist...

Die Zeiten der Freude und des Lichts, sie sind vergangen. Noch niemals zuvor bin ich von einer Mission, die eigentlich siegreich verlaufen ist, so traurig und trostlos zurückgekehrt wie dieses mal. Es ist keine Freude in mir, nichts was diesen Sieg auch nur irgendwie positiv erscheinen lassen würde, auch wenn der Verstand begreift, was sein mußte. Aber diese Zeit der Finsternis verkehrt nun sogar Siege in Traurigkeit, und Freude in Depression. Das Spiel der Götter trägt wahrlich finstere Früchte, und ihr Erbe lastet schwer auf meinen Schultern. Es ist kaum zu ertragen...

Bitte, begleitet mich ein wenig durch mein Anwesen, während ich mich meinen Gedanken hingebe, denn es ist mir nun einfach ein Bedürfnis diese Gedanken in Worte zu fassen...


Level 1: Courtyard

Die große Halle des Hauses, noch nie zuvor ist sie mir so leer und einsam vorgekommen wie in diesen Tagen. Ich habe nicht geglaubt, daß mich nach dem Verlust meiner Adoptiveltern noch einmal irgend etwas so sehr erschüttern könnte wie damals, schon gar nicht, wenn man jemanden eigentlich nur so kurz gekannt hat. aber das Band zwischen mir und der Familie von Krolock war tiefer als ich es beschreiben könnte. Manchmal spielt Zeit einfach keine Rolle, es ist einfach so schnell gewachsen. Ähnlich wie bei Demon Smalls, obwohl dieses Band eine andere Färbung trägt. Doch zu Dracula habe ich wirklich eine Beziehung entwickelt, die etwas von einem Vater-Tochter Verhältnis hatte. Und er hat ebenso gefühlt...



Laßt uns weitergehen. Es ist eigentlich wirklich unbegreiflich, was alles geschehen ist. Ja, ich habe Luuna, meine göttliche Mutter, sehr geliebt, und ich war ihr so tief verbunden. Ich habe gedacht der Göttin des Lichts zu dienen und habe viele Missionen für sie bestritten, bis sie ihr wahres Gesicht gezeigt hat. Die Göttin des Lichts war in Wahrheit die Göttin der Finsternis, jene Finsternis, die sich nun über die Welt ausbreitet. Ich wurde verraten und verkauft, und habe mich von diesen falschen Göttern losgesagt. Die Erkenntnis erwuchs in mir ausgerechnet dort, wo ich angetreten war mich dem vermeintlichen Feind zu stellen, in der Hölle selbst, von der ich gedacht hatte, daß sie DER Ort des Bösen im Universum sei, aus dem alle Finsternis entspringt. Doch wie falsch war ich gelegen, da sich die Hölle als wahrer Ort des Lichts entpuppte, wo sich die Streiter des Guten sammeln, um eines Tages gegen die wahren Armeen der Finsternis anzutreten. Dämonen wurden mir zu Freunden und Verbündeten, und meine Welt stand völlig Kopf...



Die Hölle wurde wahrhaftig zu einer zweiten Heimat für mich, da ich den Himmel verloren hatte. Ich habe verstehen müssen, daß falsche Götter im Himmel wohnen, die mich gezeugt hatten, um für sie das Universum zu unterjochen und am Ende in Finsternis zu herrschen. Alles sterbliche Leben sollte versklavt oder ausgelöscht werden, und lange, sehr lange, konnten sie diese wahren Absichten verschleiern. doch diese Masken sind gefallen, und ich habe neue Bündnisse geschlossen...



Meine Mission ging weiter, wenn auch unter völlig neuen Voraussetzungen. Nun trachtete ich nicht mehr danach den Göttern zu dienen und ihre Wünsche zu erfüllen, sondern alles verkehrte sich ins Gegenteil. Ich diene nun der Gegenseite, die für mich Gontu verkörpert, ein mächtiges außerirdisches Wesen, das weise ist, aber über das ich nicht wirklich viel weiß. Gontu ist irgendwie am Ränkespiel der Götter beteiligt, steht aber gegen sie und kann mir, da auch er gebunden ist, nie die ganze Wahrheit enthüllen. auch von ihm bekomme ich stets nur geringe Details und muß alles weitere selbst finden und erledigen, doch ich habe gelernt ihm zu vertrauen...



Zuerst hatte ich das Gefühl, daß auch Gontu mich nun verraten hatte, nachdem die wahre Gesinnung von Dracula enthüllt war. Aber das glaube ich nicht. Ich glaube vielmehr, daß auch Gontu nicht alles weiß, oder aber, daß er es doch besser weiß, aber nicht die Wahrheit enthüllen darf. Mehr als einmal hat er mir Hinweise gegeben, und gesagt, ich müsse die Wahrheit selbst herausfinden. Deshalb hat er mir hier das Offensichtliche präsentiert und erwartet, daß ich weise genug bin selbst hinter die Masken zu schauen. Nur so kann ich stärker werden, das weiß ich. Deshalb ist mein Vertrauen in ihn nicht erschüttert, er bleibt ein weiterer starker Verbündeter auf meinem langen Weg mim Kampf gegen die falschen Götter...



Doch der dritte noch lebende Verbündete, Romanov, er war sicherlich der am wenigsten erwartete. Obwohl ich es eigentlich hätte gleich besser wissen können, nachdem mir ja schon ein Dämon zum treuen Freund geworden war. Aber was ich in Transsilvanien erlebte war mehr, als auch ich mal so eben wegstecken kann, der traurige Tod von gleich zwei guten Freunden, die wegen der falschen Götter geopfert werden mußten, wiegt schwer. So etwas kann niemand einfach beiseite schieben, auch nicht eine noch so starke Lara Croft. Deshalb brauche ich diese Auszeit, auch wenn ich mir solche Tage eigentlich gar nicht leisten kann. aber im Moment ist es mir egal, ich nehme mir einfach die Zeit die ich brauche...



Worüber ich natürlich auch immer wieder nachdenken muß ist der Kuß des Grafen, der spezielle Kuß, der mich für immer verändert hat. Dracula hat mein Blut getrunken und mir im Gegenzug seine Energie transferiert, die sich mit meiner eigenen Kraft vereinigt hat. Ein mächtigeres Bündnis bin ich niemals zuvor eingegangen, und ich habe mich auch noch niemals zuvor jemandem so hingegeben wie ihm. Es war ein einschneidendes Erlebnis, das mich nun prägt, und ich trage das Erbe des Grafen in mir. Um so mehr und schneller ist er mir wie ein Vater ans Herz gewachsen, und Romanov wie ein Bruder. Sarah, die Gemahlin des Grafen, die ich aus dem Sanatorium befreien konnte, erwuchs mir ebenso fast wie eine neue Mutter, und ich bin so froh, daß wenigstens sie nicht sterben mußte. Wo immer sie jetzt auch sein mag, Romanov sagte, sie ist in Sicherheit. ebenso wie er selbst, den ich noch davonfliegen sah...



Romanov ist mir nicht nur zum dritten Verbündeten erwachsen, er wird nun die Welt der Vampire neu ordnen mit einschneidenden Veränderungen. Denn wollten sich einst die Götter der Armeen von Dämonen und Vampiren gegen uns bedienen, so haben sie nun beide verloren. Romanov wird die Vampire neu aufstellen, damit sie am Tage, da der letzte große Krieg beginnt, bereit sind für uns in die Schlacht zu ziehen. Damit steigen unsere Chancen gewaltig, und ich habe neue Hoffnung gewonnen...



Hoffnung ist in diesen Tagen auch bitter nötig, denn sie wurde teuer erkauft. Graf Krolock ist tot, und Koukol, sein getreuer Diener, ebenso. Auch Koukol ist mir, trotz brummenden Schädels vom Anfang, sehr ans Herz gewachsen gewesen, doch er ging freiwillig in den Tod, was ich nicht verhindern konnte. Ohne seinen Meister wollte er nicht weiterleben, und ich kann ihn verstehen. Gut verstehen. Für eine würdige Beerdigung wurde gesorgt, im Hofe des Schlosses auf dem dortigen kleinen Friedhof, so daß seine Gebeine auf ewig dort verweilen, wo er gelebt hat, in dem Schloß, das er liebte. Ich glaube, das hat er sich so gewünscht...



Damit ist das Kapitel Transsilvanien beendet, und ich muß wieder anfangen nach vorne zu schauen. Aber es fällt mir dieses mal ungleich schwerer, und es werden noch ein paar Tage vergehen, bevor ich wieder aufbreche. So lange gönne ich mir diese nötige Erholung, um meine Kräfte wieder ganz neu zu sammeln...



Winston ist froh um diese Zeit, und er verwöhnt mich nach Strich und Faden. Der gute, alte Winston, was würde ich nur ohne ihn anfangen? Gerade der Tod von Koukol hat mir das wieder mal schmerzlich bewußt gemacht, was ich tatsächlich an Winston habe, und ich möchte ihn nicht missen. Ich kann nur hoffen, daß er mir trotz seines ja schon fortgeschrittenen Alters, noch sehr lange erhalten bleiben wird...



Die Küche. Auf einmal spüre ich sogar tatsächlich ein wenig Hungergefühl, der mir in den letzten Tagen doch ein wenig abhanden gekommen war. Und Winston hat mir auch gerade eben mitgeteilt, daß er bald das Abendessen zu richten gedenkt. Gut so, ich freue mich auch wirklich darauf mit ihm gemeinsam zu speisen...



Tja, meine Freunde, nur ein kleiner Rundgang durch mein Anwesen, aber mit so schwerwiegenden Gedanken. Ich mußte diese Dinge einfach mal laut aussprechen, das hilft mir beim verarbeiten. Ich hoffe bald wieder möglichst die alte zu sein, die starke Lara Croft, die ihr kennt, um meine so wichtige Mission fortzusetzen...



Es hat mal wieder zu regnen begonnen. Macht nichts, eine kleine Abkühlung von oben schadet mir nicht. Ich genieße noch ein wenig die frische Luft im Garten, bis mich Winston zum Abendessen ruft...



Das soll es nun erst einmal wieder gewesen sein, Freunde. Ich habe euch an meinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen, eine Lara Croft, die ihr sonst in der Regel nicht so erlebt. In ein paar Tagen werde ich wieder auf Reisen gehen und meine Mission fortsetzen, dann melde ich mich wieder bei euch. Ich hoffe, ihr seid dann wieder dabei auf meinen weiteren Abenteuern, ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen...



Ende Episode 129
Viele Grüße,

Lara for ever