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Monday, March 14th 2016, 11:00am

Episode 123 - Draculas Rückkehr, Part 9



Anmerkung: Dieser Story Teil basiert auf dem Level “Draculas Return” von Clara, masha & Sponge



Lara's Adventure Tagebuch, Part 123


Langsam, wirklich nur ganz langsam gehe ich die Treppen hinauf in Richtung des Empfangsraumes, wo Graf Krolock auf mich wartet. Ich atme ruhig und gleichmäßig, obwohl ich innerlich immer noch aufgewühlt bin ob all der Details, die mir nun bewußt geworden sind. Dracula wird seine Maske natürlich aufbehalten, und das werde ich auch tun. Wir werden unsere Rollen zu Ende spielen, und ich werde mich jeder Aufgabe stellen, die auf dem restlichen Weg hier noch auf mich wartet. Aber zuerst bin ich nun gespannt, was mir der Graf noch zu sagen hat...

Ich kann es fühlen. Ich fühle trotz allem, daß es noch irgend etwas gibt, was mir Romanov noch nicht gesagt hat. Ganz sicher natürlich nicht aus irgendwelcher böser Absicht, aber ich ahne, daß es so schwerwiegend ist, es seinem Vater selbst zu überlassen. Das macht mich ein wenig nervös, und solch starke Gefühle trügen mich selten. Ich werde es bald wissen, wenn ich mit dem Grafen gesprochen habe...

Wie auch immer, noch ist es nicht soweit mit der letzten Konfrontation. Die wird es erst morgen geben, wenn sich die Vampirfürsten für den großen Ball versammelt haben. Dann kommt meine Stunde, in der ich um keinen Preis versagen darf, denn zu vieles hängt davon ab. Bis dahin muß ich meine Vorbereitungen abgeschlossen haben. Romanov hat mir dazu noch eine Notiz hinterlassen mit Dingen, die ich auf jeden Fall noch erledigen muß, und das werde ich auch genauso umsetzen...

Aber nun, erst einmal die zweite Begegnung mit dem Grafen von Krolock. Ich bin bereit dafür und betrete den Empfangsraum...


Level 5: Dracula's Castle, Part 2

Dracula sitzt wiederum in seinem Sessel und schaut lächelnd auf, als ich eintrete. Ich kann in seinen Augen lesen, und ich sehe die tiefe Dankbarkeit darin für die Rettung von Sarah, seiner Gemahlin. Ich sehe auch die Bestätigung aller Worte von Romanov, wodurch ich mir ein eigenes schmales Lächeln nicht verkneifen kann. Doch dann werde ich sofort wieder ernst, ebenso wie der Graf, und wir sind zurück in unseren Rollen...


Ah, Miss Croft, ich grüße euch! Es ist schön euch wohlbehalten wiederzusehen, und ich bin euch zu großem Dank verpflichtet für die Rettung meiner geliebten Gemahlin. Um so mehr hoffe ich, daß ihr mir die etwas rauhe Behandlung am Ende verzeiht, doch ich konnte da einfach kein Risiko eingehen. Es war mir nicht möglich dort selbst aktiv zu werden, und ich befürchtete, wenn ihr entdeckt, daß Sarah nicht mehr zu "heilen" ist, daß ihr sie dann töten würdet. Deshalb mußte ich handeln und mir einen Vorsprung verschaffen, aber ich wußte, ihr würdet euch selbst befreien und wohlbehalten hierher zurückkehren. Deshalb freue ich mich nun euch wiederzusehen - und ich soll euch ebenso den tiefen Dank meiner Frau aussprechen...

Ich freue mich, daß ich helfen konnte, und ich verstehe eure Sorge. Das mit dem "heilen" in solch einer Klinik ist so eine Sache, zumal es für einige Dinge keine Heilung mehr gibt. Manchmal hilft nur noch eine endgültige "Lösung", vor allem, wenn man keine Wahl mehr hat...



Da mögt ihr wohl recht haben, und das gilt natürlich für alle Seiten. Denn am Ende haben wir alle keine Wahl und müssen tun, was unser Schicksal verlangt. Manchmal sind wir da nur Gefangene, doch es gibt Wege auszubrechen und selbst zu wählen. Es gibt Dinge, die uns aus unserem ursprünglichem Schicksal befreit und uns stärker macht als jemals zuvor, damit wir auch einen gänzlich neuen Weg am Ende erfolgreich bestreiten können. Das hoffe ich für uns beide, Miss Croft...

Wenn ihr mich kennt, dann wißt ihr ja, daß ich immer zu allem bereit bin, und das interessante Gespräch mit eurem Sohn hat mich nur um so entschlossener gemacht. Seid euch dessen gewiß, was geschehen muß wird auch geschehen, das versichere ich euch...



Nicht weniger würde ich von euch erwarten Miss Croft, und in der Tat, ich lese schon sehr lange alle Berichte über euch, so daß ich sagen kann, ich bin mir ziemlich sicher euch gut genug zu kennen...



Ihr seid wahrlich eine beeindruckende junge Frau und Persönlichkeit, die in meinem Schloß zu beherbergen ich mich geehrt fühle. Ich hoffe, ihr bleibt noch für zwei weitere Tage, damit ihr morgen abend am großen Ball des Jahres teilnehmen könnt, zu dem ich viele andere Persönlichkeiten geladen habe. Das müßt ihr einfach erlebt haben...

Danke, Graf von Krolock, es wird mir eine Freude sein daran teilzunehmen. Ich werde mich weiterhin an eurer Gastfreundschaft erfreuen und hoffe mal, daß sie ohne weitere Kopfschmerzen verläuft...



Da bin ich guter Hoffnung, jetzt da meine Gemahlin wieder sicher ins Schloß zurückgekehrt ist. Ihr dürft nun gerne in euer Zimmer zurückkehren, um euch auszuruhen, damit ihr für den morgigen wichtigen Tag gestärkt seid, das Abendessen wird euch heute dort serviert. Ich hoffe, ihr seid mit unserem Service hier zufrieden...

Ich kann mich wahrlich nicht beklagen...



Bevor ihr geht, es gäbe da noch eine Sache, über die ihr nachdenken solltet, ein Angebot, das ich euch unterbreiten möchte. Es ist im Hinblick auf kommende Aufgaben und Herausforderungen, denen ihr euch zweifelsfrei stellen müßt, und ich sorge mich ein wenig, ob eure Kräfte, auch wenn sie sicherlich beeindruckend sind, dafür ausreichen...

Hm, ihr sprecht gerade in Rätseln, ich verstehe nicht. Welche Stärkung könntet ihr mir denn anbieten, die mir für meine kommenden Herausforderungen hilfreich ist?



Sprechen wir doch mal ganz offen, Miss Croft. Auf euch warten wahrlich große Prüfungen, die für normale Menschen niemals zu bestreiten wären. Daß ihr kein einfacher Mensch seid, ebensowenig wie ich selbst, darüber brauchen wir nicht mehr zu sprechen. Wir wissen beide, wer wir sind und was wir an Fähigkeiten besitzen. Manchmal jedoch reicht das alles nicht mehr aus, und dann steht die Frage im Raum, ob man neue Wege gehen kann und muß, um weiterhin im Leben zu bestehen. Das will ich euch anbieten, eine neue Kraftquelle, die alles, was euch bisher offenstand, übersteigt. Es soll der Dank sein für die Rettung meiner Frau...

Graf von Krolock, ich bin etwas verwirrt, weil ich mir nicht vorstellen kann, wovon ihr gerade sprecht. Eine neue Kraftquelle...?




Der Graf schweigt plötzlich verheißungsvoll und sieht mir nur lächelnd tief in die Augen. Ich weiß, er wird nicht mehr dazu sagen, aber ich kann es tief in meinem Inneren auf einmal selbst spüren. Dieses Angebot kommt ebenso plötzlich wie überraschend, und nun weiß ich was es war, das mir Romanov noch vorenthalten hatte.
Im ersten Moment will ich aufschreien, weglaufen, abbrechen. Doch das tue ich nicht, sondern ich besinne mich. Und ich sehe nur Aufrichtigkeit in den Augen des Grafen, da ich sein Angebot zu verstehen beginne. Ich verstehe, welches Geschenk er mir vor seinem endgültigen Abtritt machen möchte - und was es bewirken würde.
Trotzdem, ein kleiner Rest aus Angst und Unbehagen bleibt bestehen, und ich kann ein leichtes zittern in meiner Stimme nicht verhindern, als ich wieder das Wort an Dracula richte...





Das ist wirklich euer Ernst? Ihr könnt das wirklich so..."dosieren", daß ich nicht zu einem der euren werde, sondern "nur" ein Potential neuer, dauerhafter Kraft erhalte...?

Das kann ich, und das will ich, falls ihr euch dafür entscheidet. Denn bedenkt eure und meine Herkunft, bedenkt, was genau durch unsere Adern fließt. Ihr seid anders als alle übrigen Menschen, deshalb wirkt es auch anders. Aber entscheiden müßt ihr das für euch selbst...



Graf von Krolock, ihr macht mich wahrlich sprachlos. Wenn ich auch vieles erwartet habe, das aber gewiß nicht. Und ihr habet recht, es liegen noch schwere Aufgaben vor mir, wobei ich jede Hilfe brauchen kann, die nur möglich ist. Habe ich da eine Wahl...?

Die habt ihr immer, niemand wird euch je etwas aufzwingen, das ihr nicht wollt. Auch ich nicht. Entscheidet euch frei...



Das habe ich schon, denn wie ihr sagt, am ende müssen wir alle unserem Schicksal folgen und nehmen, was immer uns den Weg dafür bereitet. Und ich vertraue auch voll und ganz, ebenso wie eurem Sohn. Deshalb nehme ich eure Angebot an...

Eine gute Wahl, Miss Croft, ich beglückwünsche euch zu eurem Mut. Und euer Vertrauen ehrt mich. So soll es denn so sein, ich werde euch das größte Geschenk geben, das mir möglich ist...




Irgendwie kann ich es kaum glauben, was hier geschieht, und die Ereignisse überwältigen mich förmlich. Hätte mir das jemand vorausgesagt, ich hätte ihn wahrlich für verrückt erklärt. Doch es ist Realität, weil ich es verstehe, und weil es wirklich nötig ist.
Der Graf erhebt sich aus seinem Sessel, und er kommt ganz langsam auf mich zu. Er lächelt vertrauensvoll, und ich erwidere es. Mein Herz schlägt schneller, mein Puls rast, und ich atme sogar schneller. Dann schließe ich schließlich meine Augen und warte.
Ich warte auf das Unvermeidliche, das meinem Leben und Schicksal endgültig den finalen Schub geben wird. Die Kraft eines einstmals göttlichen Wesens, das dann lange der Finsternis diente, um am Ende eine führende, wenn auch heimliche Lichtgestalt zu werden, wird auf mich übergehen - auf eine Weise, die ich mir wahrlich niemals hätte träumen lassen.
Ich bin bereit...




Was tue ich da...? Kann ich das wirklich zulassen? Werde ich jemals noch die Lara Croft sein, die ich war? Oder opfere ich nunmehr doch mein Leben den Göttern...?

Ich spüre das aufbäumen der letzten Zweifel in mir, die mir zurufen mich im letzten Augenblick doch noch diesem ungewissen Schicksal zu entziehen. Ich zittere am ganzen Körper und kann kaum noch normal atmen, denn noch niemals zuvor habe ich mich jemals einem anderen Lebewesen so hingegeben wie Graf von Krolock in diesem Augenblick. Der Verstand spielte da einfach nicht mit, doch mein Herz sprach eine andere Sprache. Und es blieb stärker als die zweifelnde Logik.
Es gab kein Zurück mehr für mich...



Ruhig, Miss Croft, ganz ruhig, es wird nicht wehtun. Ihr werdet wirklich kaum etwas spüren, das verspreche ich euch...

Ich spüre bereits den warmen Atem des Grafen dicht an meinem Hals, und mein Herz schlägt immer schneller. Doch mein Herz beruhigt mich, und der Widerstand erschlafft, als ich die Berührung des Grafen spüre. Seine Hände umfassen mich sanft...











Als ich schließlich in den Armen des Grafen liege, lasse ich endgültig los, und er hält mich ganz fest. Ich halte meine Augen weiter geschlossen, und höre auf einmal die nunmehr sanfte Stimme von Dracula, als er mir direkt etwas ins Ohr flüstert...

Ihr habt euch richtig entschieden, glaubt mir, denn ihr werdet noch jegliche Kraft brauchen, die ihr finden könnt, ob hier oder für eure zukünftigen Aufgaben. Und lassen wir für einen Augenblick mal die Masken fallen, da wir ganz unter uns sind. Ich weiß, daß es nicht allein das Vertrauen ist, mit dem ihr euch mir hingebt, denn ich spüre eure Gefühle tief in euch. Ich weiß, daß ihr etwas empfindet, für mich, meine Frau und unseren Sohn. Und laßt mich euch sagen, das beruht auf Gegenseitigkeit.
Gleichgültig was morgen auch geschehen muß und wird, gleichgültig wie es endet, ihr müßt immer wissen und in euch verborgen tragen, daß ich euch liebe. Ja, ich liebe euch wie eine eigene Tochter, denn so seid ihr mir ans Herz gewachsen. Das wird euch den weiteren Weg gewiß nicht erleichtern, aber ihr müßt es einfach einmal gehört haben...


Ich versuche es fast krampfhaft zu vermeiden, aber zwei einzelne Tränen lassen sich nicht mehr aufhalten und rinnen mir unaufhaltsam an den Wangen herunter. Und dann spüre ich es, leicht und wahrlich fast sanft, wie sich die spitzen Eckzähne des Grafen in meinen Hals bohren. Es tut wirklich nicht weh, überhaupt nicht...



Es geschieht! Es geschieht wirklich, und ich kann es spüren, wie mein Blut im Körper kräftig pulsiert. Ich spüre, wie Dracula tatsächlich von meinem Blut trinkt, während seine Energie, seine Kraft auf mich übergeht. Ich spüre seine unglaubliche Macht, wie sie mich zu erfüllen beginnt - ganz wie der Graf es mir versprochen hat...



Es ist vorbei. Der Energietransfer ist abgeschlossen, und ich fühle mich so gut, frei und gestärkt wie schon lange nicht mehr. Und immer noch liege ich in den starken Armen des mächtigen Grafen...



Ich fühle mich so leicht, wirklich nur leicht wie ein Vogel, der seine Flügel ausbreiten und davonfliegen kann...



Mein Körper beginnt zu erschlaffen, und ich merke, wie mir die Sinne schwinden. Schlafen, einfach nur noch schlafen...



Müde...so...müde...





















Koukol wird euch in euer Schlafgemach tragen, Lara. Ruht nun und regeneriert euch für morgen, für den wichtigen Tag. Wir sehen uns dann zur Entscheidung. Und vergeßt niemals meine Worte, tragt sie auf ewig in eurem Herzen...







Ende Episode 123
Viele Grüße,

Lara for ever