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921

Samstag, 5. Mai 2018, 21:33

Goodreads musste ich erst mal nachschlagen. Klingt ganz interessant - nutzt du das denn, Anja?

Anything Could Happen
von Will Walton



In diesem Roman geht es um einen Jungen, der seit fast zwei Jahren nicht den Nerv aufbringen kann, seinem besten Freund Matt seine Liebe zu gestehen. Die Story umspannt zeitlich die letzten gemeinsamen Winterferien. Anfangs ist Tretch noch erleichtert, da er in der Zeit einem Bully aus der Schule entgehen kann, dessen homophobe Bemerkungen ihn ständig runterziehen. Doch bald muss Tretch mit ich ringen, als Matt anfängt, mit einem Mädchen auf Dates zu gehen, und ihn darüber hinaus dazu anzuregen versucht, dem Mädchen aus dem Buchladen, das offensichtlich in Tretch ihren Schwarm gefunden hat, den Hof zu machen. Tretch sieht, wie sich die Dinge um ihn herum spiegelverkehrt zu dem entwickeln, was er sich eigentlich wünscht. Nun ist er zwiegespalten zwischen der hoffnungslosen Aussicht darauf, dass Matt sich doch noch in ihn verlieben wird einerseits, und andererseits der hilflosen Unfähigkeit, seine Gefühle für ihn abzulegen und sich zu 'entlieben'. Was soll aus der Freundschaft nur werden?

Als Erstlingswerk des Autors ist der Roman ziemlich gut gelungen. Allerdings fielen mir gleich zu Beginn die Italics auf, welche besonders im ersten Drittel in fast jeder Aussage eine Hervorhebung kennzeichnen, und für meinen Geschmack viel zu häufig eingesetzt worden sind. Zudem wirken einige Elemente im Plot nicht ganz zu Ende gebracht. Zuweilen hat mir da ein Leitmotiv gefehlt. Welche Bedeutung die schwarze Katze der Nachbarn letztlich haben soll, hat sich mir beispielsweise nicht erschlossen, da sie auch nur zweifach vorkommt. Auch die Darstellung von interfamiliären Prozessen hätte noch etwas mehr Feinarbeit vertragen können, um als Leitmotiv von Social Support greifbarer zu werden. Trotz der kleinen "Macken" fand ich den Roman ziemlich lesenswert. Der antiklimaktische Ansatz, dem Verliebtsein zu entkommen, anstatt es anzustreben, gibt dem Buch doch eine gewisse Sonderstellung im Gesamtgefüge nordamerikanischer Jugendliteratur. Bisher ist es leider nur in Englisch, sowie in spanischer Übersetzung erschienen.

922

Samstag, 26. Mai 2018, 21:47

History is All You Left Me
von Adam Silvera


Es ist eine grausame Zeit, die dieses Buch darstellt. Die Geschichte setzt eine Woche nach dem Ertrinken von Theo am Tage dessen Beisetzung an, und wird aus der Perspektive von Griffin erzählt, seinem besten Freund und großer Liebe. Ein Loslassen ist undenkbar, und so schleppt sich der Jugendliche mit Erinnerungen an die Zeit mit Theo durch eine tiefsitzende Trauer, ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, wie sein Leben ab diesem Punkt aussehen soll. Auch wenn sie einander wegen des Colleges eine Auszeit genommen hatten, und Theo begonnen hatte, mit jemand anderem anzubandeln, hatten beide sich eine gemeinsame Zukunft geplant, nach dem College, die sich nun nie erfüllen wird. Mit seiner Form von Trauer steht Griffin scheinbar ziemlich alleine da. Wer sollte ihm auch aus seinem emotionalen Abgrund heraus helfen können? Niemand kann ihm nachfühlen, wie es ist, wenn einem die gesamte Zukunft einfach wegbricht. Und wer weiß schon, wer sein Theo war? Sicherlich nicht der neue Platzhalter-Freund von Theo, welcher auch auf der Beerdigung auftaucht... oder hatte dieser womöglich seine eigene Version von ihm, und wer war jenes Theo?

Durch eine Leseprobe im ersten Buch des Autors (More Happy Than Not) bin ich auf diesen Titel gestoßen und fand den Ansatz recht interessant. Der Wechsel aus Erinnerungen ab dem Punkt, an dem Theo und Griffin einander ihre Liebe gestehen, und dem aktuellem Tagesgeschehen setzt immer wieder emotionale Kontraste. Dieser Roman hat mich noch um einiges mehr berührt, als schon das großartige Debut. Ich habe schnell gelernt, mir abgeschiedene Plätze im Zug zu suchen, nachdem ich ein paar Mal besorgte Blicke auf mich zog, weil mir besonders im ersten Drittel immer wieder Tränen übers Gesicht kullerten. Mal Tränen von Schmerz, mal von Empathie, mal befreiend. Mir ging dieser Roman unsagbar nah, jedenfalls.

923

Dienstag, 29. Mai 2018, 16:44

Zurzeit lese ich die Witcher Saga von Andrzey Sapkowski und bin gerade bei dem Buch Das Erbe der Elfen <3 Ich lese die Bände in chronologischer Reihenfolge ^^ Bin ein riesen Fan der Witcher Trilogie (Spiele) und hab dann noch die Bücher angefangen. Einfach nur mega <3

924

Donnerstag, 5. Juli 2018, 00:16

Auf dem Meeting wird auch immer mal wieder emsig Witcher gezockt. [TH]

Vor einer Weile las ich:

Fearless
von Chris O'Guinn


Im Vordergrund dieses Romans steht eine Freundschaftsgeschichte. Der Protagonist, Justin, ist als einzelgängerischer Teenager schon ein wenig verbittert, tendiert zur Schwarzseherei und versucht eigentlich nur irgendwie die Schulzeit zu überstehen. ( Es ist schon interessant, wie diese Einstellung so oft vorkommt in nordamerikanischer Jugendliteratur.) Schon einige Ansätze zu Freundschaften verliefen bald im Sande und als ein Junge aus seinem Jahrgang anfängt, mehr Zeit mit ihm zu verbringen, gibt er dem zunächst nicht viel Hoffnung. Bald darauf jedoch muss der Jugendliche einige seiner pessimistischen Einstellungen revidieren. Dann nämlich, als diese neue Freundschaft an Tiefe gewinnt und der lebensdurstige Liam auch ihn in immer anderen Lebensbereichen dazu antreibt, etwas aus seiner Komfortzone heraus zu kommen, die eigenen Interessen anzuerkennen und seinen Leidenschaften aus vollem Herzen zu folgen.

Die Geschichte hat mir gut gefallen und der humorvolle Schreibstil ebenso. Nachdem die letzten von mir gelesenen Romane eher von melancholischen Grundtönen von Trauer und des sich Entliebens beherrscht waren, sendet dieses Buch doch eine sehr ermutigende Botschaft und ich glaube sogar, dass ich das in Zukunft nochmal lesen werde, irgendwann. In deutscher Sprache ist das Buch bisher nicht erschienen, aber die Sprache ist hier leicht verständlich, eigentlich. ;)

masha

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925

Donnerstag, 5. Juli 2018, 13:51

Frank Schätzing "Breaking news"

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Freitag, 6. Juli 2018, 21:54

Stefan Merill Block: Wie ich mich einmal in alles verliebte


Hätte Alban Mapplethorpe IV. nicht so verdammt gut ausgesehen, dann gäbe es diese wilde Geschichte nicht. Immer wieder geht es um die Liebe – meistens ist sie verboten. Ein Kind verschwindet spurlos. Eine Frau versucht, mit einem Koffer voller Wurst zu verreisen. Was all das verbindet? Ein defektes Gen, das über Generationen hinweg Unheil anrichtet. Und ein Junge auf der Suche nach seiner Vergangenheit. (DuMont Literatur & Kunst Verlag)
»Clara« hat folgendes Bild angehängt:
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927

Freitag, 20. Juli 2018, 16:52

Silent
von Sara Alva


Alexandros heteronormativ-homophob-lateinamerikanisch geprägte, ärmliche und von Kriminalität und Gewalt geprägte Nachbarschaft ist kein sicherer Ort, um sich zu outen. Der Junge hat daher gleich mehrere Taktiken, um seine Anziehung zu anderen Jugendlichen in seinem Umfeld zu überspielen, was für ihn noch immer funktioniert hat. Als er jedoch nach einer Auseinandersetzung mit dem Freund der Mutter in losen Flipflops und mit Brandwunden zur Schule kommt, ändert sich schlagartig alles. Von einem Tag auf den anderen kann er nicht mehr nach Hause, sondern wird von einer Sozialarbeiterin in eine Pflegefamilie in einem anderen Stadteil gegeben. Hier lernt er eine weniger aggressive Art zwischenmenschlichen Umgangs kennen und fühlt sich zunächst komplett fehlplatziert. Mit den anderen Fosterjungen kann er nicht recht umgehen. So fängt er an, sich dem stummen Sebastian anzuvertrauen, welchen alle für zurückgeblieben halten. Auch Alex redet lange unter dieser Annahme mit ihm, bis er mit Erschrecken in den Augen seines stillen Gesprächspartners Verständnis erkennt.

Die Story diesen Buches dreht sich vornehmlich um Homosexualität in Relation zur sozialen Herkunft. Einige Sachverhalte wie Armut, häusliche Gewalt, omnipresente "Macho-Mentalität" und daraus resultierende Ängste und Empfindungen werden hier auf nachvollziehbare Weise herausgearbeitet. Interessant fand ich auch, wie die gewohnten Verhaltensmuster des Hauptcharakters sich immer wieder manifestieren, noch lange nachdem er das Umfeld verlassen hat, welches dieses Verhalten ursprünglich mal erforderlich machte.

928

Dienstag, 7. August 2018, 20:55

Selbstgemachtes JavaScript-Fantasy-RPG: Goblins & Demons

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929

Dienstag, 7. August 2018, 21:01

Ich habe so wenig gelesen in letzter Zeit. Früher war es mehr. Aktuell bin ich aber an "Der letzte Wunsch" von Andrzej Sapkowski dran. Das ist hauptsächlich eine Kurzgeschichtensammlung der Abenteuer des Hexer Geralt. Den meisten ist er am ehesten durch die The Witcher Videospielreihe bekannt, obwohl es die Bücher vorher gab. Ich bin aber auch erst durch die Spiele zu den Büchern gekommen. Die Kurzgeschichten werden auch durch eine mehrteilige Rahmengeschichte zusammengehalten. Wer die Spiele gespielt hat und sich fragt, wieso einer der vielen Titel von Geralt der Schlächter von Blaviken ist, hier wird es erklärt.
Tomb Raider Anniversary - Lara back in action!!!

930

Mittwoch, 8. August 2018, 00:11

Zuletzt las ich
January First
von Michael Schofield




In dem Buch erzählt der Autor die Geschichte, wie er und seine Familie eine Zerreißprobe durchmachen - über mehrere Jahre hinweg. Als sich immer mehr herauskristallisiert, dass seine vierjährige Tochter psychisch professionelle Hilfe braucht, treffen Michael und seine Frau auf nahezu taube Ohren und Starrsinn. Da dem Kind scheinbar niemand eine Diagnose stellen will, eben weil sie ein Kleinkind ist, wird die Familie mit massiven Problemen alleingelassen und kämpft sich mühsam durch den Alltag.

Januarys Halluzinationen werden immer wieder zu imaginären Freundschaften rationalisiert und ihre gewalttätigen Phasen schnell als Mangel an Erziehung deklariert. Im Dunkel bleibt dadurch nicht nur, wie man das Kind am besten behandelt, sondern auch, was es eigentlich hat. Ist das Mädchen vielleicht durch ihre überdurchschnittliche Intelligenz schlicht gesellschaftlich unanpassbar, oder sind die Symptome doch Anzeichen von früh ausgebrochener Schizophrenie? Die ständige Angst vor einer unheilbaren geistigen Krankheit, Bitterkeit über die Unflexibilität der Krankenkassen und des Bildungssystems, blanke Hilflosigkeit durch unerreichbar scheinenden psychologischen Rat, und nicht zuletzt der tagtäglich eskalierende Stresspegel in der Familie machen die Story sehr intensiv.

In deutscher Übersetzung erschien das Buch als Ich will doch bloß sterben, Papa.

931

Samstag, 11. August 2018, 16:03

Cracked
von K. M. Walton




Diese Geschichte wird im Wechsel erzählt aus den Perspektiven zweier Jugendlicher. Sie handelt davon, wie sie in die psychiatrische Abteilung für suizidale Jugendliche des lokalen Krankenhauses kamen, und was sie dort erleben. Eine Sicht schildert der einzelgängerische Victor, der von seinen gefühlskalten Eltern unter enormen Leistungsdruck gestellt und in der Schule gemobbt wird, bis er irgendwann ganz ausgelaugt und lebensmüde wird. Die andere Sicht schildert der gefürchtete William, welcher seinerseits zu Hause nicht einmal genug zu essen aber umso mehr Prügel bezieht, der seine Gefühle gar nicht erst benennt sondern runterschluckt und ordentlich an andere Mitschüler austeilt - worunder ganz besonders Victor zu leiden hat. Die beiden landen zeitgleich auf der selben Station und da sie zwangseingewiesen sind für mindestens fünf Tage zur Beobachtung, müssen sie Wege finden, die Zeit zu überstehen.

Zu Beginn des Buches fand ich die Sorgen und Probleme der beiden Hauptcharaktere fast karikativ überspitzt dargestellt. Ausgleich findet das jedoch durch die Figurenkonstellation, denn die zwei Antagonisten werden auf der Station angekommen durch weitere Charaktere ergänzt, was einige interessante Aspekte mit sich bringt. Victor wird durch das Leben mit seinem Peiniger auf engstem Raum unausweichlich mit seiner Angst konfrontiert und muss Wege zum Coping finden, und William kann sich in der überwachten Station nicht durch Gewalt Luft machen, sondern muss andere Wege zum Coping finden. Ich fand es spannend zu lesen und in dreieinhalb Nächten hatte ich die 312 Seiten weggeschmökert. Die Darstellung der Umschwünge in den Seelenzuständen der beiden Hauptcharaktere kam mir ziemlich, ziemlich vereinfacht vor. Trotz der Übersimplifizierung von inneren Konflikten und deren Auflösung halte ich Cracked dennoch für einen lesenswerten Jugendroman. In deutscher Sprache ist das Buch nicht erschienen bisher.

932

Samstag, 11. August 2018, 18:47

Ich lese zur Zeit u.a. Agatha Christie Romane, bis jetzt immer mit Poirot. Eigentlich sind Krimis gar nicht mein Fall, aber bisher haben die Bücher mir gut gefallen. Angefangen habe ich mit den "Klassikern", Tod auf dem Nil, Orientexpress, Das Böse unter der Sonne. Kennt ja eigentlich jeder, bzw. die Filme. Aber dennoch sind die Bücher interessant zu lesen. Im Moment lese ich ein späteres Werk, "Doppelte Spur", man merkt die Entwicklung, die die Autorin im Laufe der Jahre durchgemacht hat. Ich freue mich schon auf die weiteren Bücher und werde als nächstes einmal Miss Marple begleiten. ;)

933

Dienstag, 21. August 2018, 11:14

Zu Agatha Christie lausche ich immer gern die BBC Hörbücher, wenn sie dort in der Mediathek aufploppen.
In nur zweieinhalb Nächten las ich dass hier:

The princess saves herself in this one
Amanda Lovelace




Dieses Buch ist im Aufbau ziemlich neuartig. Es ist eine Gedichtesammlung, welche jedoch in Kapitel unterteilt ist (princess, damsel, queen, you) und eine durchgehende Geschichte erzählt. Ich fand es unheimlich kreativ und die in Verse kondensierten Emotionen und Erlebnisse auch sehr intensiv in ihrer Wirkung.

Spoiler Spoiler


Bei ihrer Mutter, die auch sehr gemein sein kann, wächst ein Mädchen mit ihren Schwestern auf. Wegen ihrer Pfunde gemobbt fängt das Mädchen an, selbstzerstörerisches Verhalten zu entwickeln und sich abzumagern. Trauerfälle im nahen Umfeld setzen ihr umso härter zu. Durch den emotionalen Mißbrauch der Kindheit geprägt, gerät sie später immer an die falsche Sorte Mensch in der Partnerwahl - bis sie neue Denk- und Sichtweisen ergreift, und deren Potenzial nutzt, sich selbst zu retten. In einer Art Synthese wird im letzten Kapitel auf den Leser/die Leserin eingegangen. Mich hat das insgesamt sehr angesprochen. [TH]

934

Sonntag, 2. September 2018, 18:11

Among the Ghosts
von Amber Benson




Dieser Fantasy-Roman handelt von der jungen Noh, welche die Fähigkeit besitzt, Geister zu sehen. In einer alten Schule fern von zu Hause lernt sie in einem abgebrannten Flügel einige davon kennen, doch sie verschwinden nach und nach spurlos. Diesem Mysterium geht das Mädchen nach...

Der Roman hat mich gut unterhalten. Gefallen haben mir auch die Ameisenketten, welche sich durch die Seiten ziehen, sowie die Illustrationen hie und da. Ich glaube, in deutscher Fassung ist da Buch noch nicht erschienen aber als Kinder-/Jugendbuch eignet es sich auch gut für Nicht-MuttersprachlerInnen. ;)

masha

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935

Montag, 3. September 2018, 21:17

Norman Doidge "Wie Gehirn heilt". Es geht um die Möglichkeiten der Neuroplastizität

936

Sonntag, 7. Oktober 2018, 21:23

Ein Fachbuch, ge? Im Moment habe ich da einen feministischen Wälzer am Wickel, aber es geht damit nebst Job und Unterhaltungsliteratur nur langsam voran. [:I]
Zuletzt las ich (teilweise auf ruhigen Nachtschichten):

Keeping You a Secret
von Julie Anne Peters




In dem Buch geht es um die Jugendliche Holland, welche kurz vor ihrem Schulabschluss steht und an einer entscheidenden Wegscheide in ihrem Leben. Großteils auch auf das Drängen ihrer Mutter hin klotzt sie im letzten Schuljahr nochmal richtig ran. Es ist gar nicht so leicht, ihre Freundinnen und ihren Freund da noch regelmäßig zu treffen, zumal sie auch Teil des Schulrats ist und nebenbei noch etwas jobbt. Die Schule läuft gut, und Holland hat durch ihre Noten praktisch freie Wahl, was die Uni angeht, aber weiß doch gar nicht, ob sie überhaupt aufs College will. Dann kommt da eine neue Schülerin, mit Out-and-Proud Shirts und dem Wunsch nach einem LGBT-Club an der Schule, und wendet sich damit an Holland.

Zum ersten Mal bemerkt das Mädchen dadurch, was da eigentlich an Barrieren, Vorurteilen und unverhülltem Hass gegen sexuelle Minderheiten an ihrer Schule schwelt, selbst im eigenen Freundschaftskreis. Dennoch fällt es ihr nicht schwer, sich auf die Neue einzulassen. Es ist nicht das erste Mal, dass Holland sich zu einem anderen Mädchen hingezogen fühlt, doch diesmal ist es stärker, als was sie zuvor kannte, und Cece ist von ihr wohl ebenfalls sehr angetan. Ist das jedoch die Zeit, und ist das der Ort, sich darüber Herz und Kopf zu zerbrechen, zwischen den übereifrigen Plänen ihrer Mutter, ihren nicht gerade vorurteilslosen Freundinnen und dem sie innig liebenden Freund?

Dieses Buch hat mich gut unterhalten. Einige Handlungsgefüge haben durchaus Wiedererkennungswert, wenn man sich ein wenig mit Statistik in sexueller Vielfalt auseinandergesetzt hat, aber ich will hier nicht zu viel vorweg nehmen. In deutscher Übersetzung erschien der Roman übrigens als Du bist mein Geheimnis. ;)

937

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 18:21

Who Put That Hair in My Toothbrush?
von Jerry Spinelli

Das Buch erzählt von einem Geschwisterpaar das sich ständig in den Haaren liegt. Ob es um die Zeit mit dem kleinen Bruder geht, um die Hobbies, das Alltagseben oder ums Essen; immerzu sind Greg und Megin im Zwist. Die Mutter braucht tägliche Auszeiten, der Vater wird immer ratloser womit er etwas Frieden ins Haus bekommen soll und s ist kein Ende der tagtäglichen Eskalationen in Sicht... oder doch?

Meinem Empfinden nach wirkt die Story wie ein verschriftlichter Heimatfilm; es liest sich gut weg, riss mich aber nicht unbedingt vom Hocker. Der Schluss ist spannend ausgedacht. Bemerkenswert an dem Roman ist auch der Dialekt und wie er so stark vermittelt wird, dass ich die Personen fast reden hören konnte beim Lesen. Einige Bücher des Autors sind auch in deutscher Übersetzung vorhanden nur dieses zählt (leider) nicht dazu, hat es aber zumindest ins Italienische geschafft. :P

Doozer

Schüler

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Beiträge: 117

Wohnort: Niederbayern, und da noch mitten in der Pampa

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938

Montag, 15. Oktober 2018, 11:56

Mal wieder ein Buch von Haruki Murakami.
"Die Ermordung des Commendatore"

Im Prinzip geht es um einen Mann mittleren Alters, geschieden, leichte Lebenskrise, der sich wieder Selbst finden will.
Eigentlich wie in den meisten seiner Bücher.
Es ist auch wieder in seiner typischen langsamen Erzählart geschrieben. Aber genau das mag ich an seinen Romanen.
Leben und Leben lassen