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Saturday, December 4th 2010, 9:09am

Episode 108 - Epilog





Anmerkung: Dieser Story Teil basiert auf den Levels "The Ghosts of Croft Manor" von Cowboy, und auf "Himalayan Mysteries" von Titak



Lara's Adventure Tagebuch, Part 108

Level 1: The Zodiac Ritual (The Ghosts of Croft Manor)

Wieder Zuhause. Nach längerer Abwesenheit, in der ich manchmal sogar daran gezweifelt habe, befinde ich mich nun tatsächlich wieder in den friedlichen und beschützenden Hallen des Croft Anwesens, und habe bereits eine Phase der Erholung und Regeneration hinter mir. Das war auch dringend notwendig...

Ihr könnt es mir glauben. Selten zuvor habe ich mich so sehr gefreut wieder nach Hause zurückzukehren wie dieses mal, und noch nie habe ich tatsächlich Erholung so dringend gebraucht wie nach diesen letzten Reisen. nicht, daß ich nun alt werde, aber die Erlebnisse und Entbehrungen haben mir doch mehr zugesetzt als jemals zuvor. Die Gefangenschaft in dieser Hölle, schlimmer als der schlimmste Albtraum, und der psychische Druck vor dem ersten Kampf gegen einen Gott - dagegen waren die körperlichen Anstrengungen wahrlich gar nichts. Die kenne ich ja nicht anders, aber allmählich fordert eben die psychische Belastung selbst von mir ihren Tribut...

Es war so schön, wirklich wunderbar, wieder Zuhause anzukommen, das Croft Anwesen endlich wieder vor mir liegen zu sehen, und ich kann euch nicht beschreiben, wie sehr ich mich gefreut habe...



Da erst wußte ich wirklich, daß dieses ganze unselige Kapitel um den Echsenkönig wirklich abgeschlossen war, als ich mich mit meinen Artefakten, dem Schwert Excalibur der goldenen Maske, und dem Heiligen Gral, schließlich in Sicherheit befand. Ich habe auch sofort gehandelt und mich an Winston gewandt, um das Personal drastisch verstärken lassen, und um unser Anwesen mit allen erdenklichen mitteln zu schützen, eben personell, wie auch technisch...



Die Artefakte sind nunmehr wirklich sicher, und dann habe ich eben die Zeit genutzt, um erst einmal zu ruhen. Winston dagegen ist seinerseits verreist, er wird längere Zeit weg sein, da ihn familiäre Probleme dazu zwingen. Natürlich habe ich dafür Verständnis, und wir kommen gut auch mal längere Zeit ohne ihn zurecht...

Ich habe viel Zeit im Garten verbracht, mit Spaziergängen und Meditation, der beste Weg, um neue Kraft zu tanken, die ich dringend brauchte. Und heute geht es mir wieder richtig gut, ich bin wieder ganz die alte, starke Lara Croft...



Irgendwie ist das Haus zwar leer ohne Winston, und ich vermisse ihn sehr, aber gut, das ist höhere Gewalt, und nicht zu ändern. Doch ich merke, wie sehr dieses Anwesen von ihm abhängig war - trotz aller weiterer Bediensteter - Winston war und bleibt die gute Seele dieses Hauses. Das ist sicher...



Wie auch immer, das Leben geht auch ohne Winston weiter. Inzwischen habe ich mich den drei heiligen Artefakten zugewandt, mit Hilfe vertrauensvoller Wissenschaftler und Gelehrter, um ihr Geheimnis zu lüften. Das war eine schwierige und langwierige Arbeit, die letztlich nur teilweise von Erfolg gekrönt war. Es gibt neue Antworten und Hinweise - aber auch neue Fragen und Mysterien, so daß ich von der Lösung des gesamten Mysteriums noch immer sehr weit entfernt bin...

Die Wissenschaft der Erde, und selbst die meiner eigenen Heimatwelt, können mir hier nicht mehr weiterhelfen. Fakten verlieren sich in Mythen und Legenden, und in religiösen Mysterien, auf die ich mir keinen Reim machen kann. Denn das alles steht ganz im Gegensatz zur Realität, wie ich sie kenne, zu den Fakten um die Götter und ihre Geschichte, deren eigenes Kind ich ja auch selbst bin...

Nichts will hier mehr zusammenpassen, und ich komme so nicht weiter. Es gibt jetzt nur noch einen, eine Person, die mir weiterhelfen kann, das einzige Wesen außer Winston, dem ich noch zu Hundert Prozent vertraue. Und das ist mein Freund Gontu, der Herrscher der Antics. Mit ihm muß ich unbedingt sprechen.
Seit ich in die Welt der Sterblichen zurückgekehrt bin ist unsere mentale Verbindung abgerissen. Ich kann Gontu so nicht mehr erreichen, aber es gibt einen Weg. Einen Weg, der mich in die eisigen Polarregionen führt, in den zurückgebliebenden kleinen Stützpunkt der Antics auf der Erde, von dem aus ich Gontu jederzeit kontaktieren kann. Und das will und werde ich tun...

Meine nächste Reise steht damit fest. Kein weiteres Abenteuer, noch nicht. Nur eine Reise, um mit meinem Freund zu sprechen, in der Hoffnung, daß er mir weiterhelfen kann. Ich muß es versuchen...

Das Croft Anwesen ist und bleibt dennoch in guten Händen und geschützt, ich habe das beste Personal, das ich bekommen konnte. Ich werde die Reise also wagen, schon morgen, eine Flugreise ist längst gebucht...


Ein neuer Tag, und ich sitze bereits im Flugzeug. Die Reise in den Norden hat begonnen, und ich bin sehr gespannt, welche Antworten ich finden werde. Bald werde ich es wissen, wenn ich mit Gontu sprechen kann...


(Anmerkung: Dieses Bild stammt aus dem Level "A Time Odyssey" von trix)
Viele Grüße,

Lara for ever

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Saturday, December 4th 2010, 9:09am

Level 2: Starship - The Beginnings (Himalayan Mysteries)

Und wieder einmal bin ich also in den eisigen Norden gereist, in die ewige Polarregion, wo Die Antics eine kleine, versteckte Basis hinterlassen haben, die niemand je finden würde, außer mir selbst. Und dort kann ich immer Kontakt zu meinem Freund Gontu aufnehmen, dem Führer der Antics, den ich einst vor dem Tode gerettet habe, und mit ihm ja die ganze Zivilisation dieser mächtigen, wunderbaren Rasse...

So stehe ich hier also nun wieder im ewigen Eis, in immer noch vertrauter Umgebung, die natürlich viele Erinnerungen birgt, Erinnerungen, die sicherlich niemals in Vergessenheit geraten werden, so lange ich lebe. Und wieder einmal sehe ich das Bild vor mir, das Bild meiner Schwester, die erste Lara Croft, von den Antics gezeugt zur Erfüllung der großen Mission, die ich nun fortsetze, weil meine Schwester einem feigen Mord zum Opfer fiel. Diese Erkenntnis schmerzt noch heute. Und so sehe ich das Flugzeug, mit dem sie damals im Himalaja abgestürzt ist, wieder vor mir, das nie geborgene Wrack, als ewiges Mahnmal ihrer so wichtigen Mission, die hier begann und niemals endete, bis ich den Weg für sie zu Ende gegangen bin...



Ich habe das Dorf erreicht, das bei meiner ersten Mission noch von Feinden besetzt war, heute liegt es einsam und verlassen da, bis es irgendwann in der eisigen Natur für immer entschwinden wird...



Mein Weg führt mich weiter, in den eisigen Untergrund, ein ganzes System aus Höhlen im ewigen Eis, in denen man leicht die Orientierung verlieren und für immer sein Leben lassen kann...



Und gefährlich bleibt es immer. Man muß stets mit Geröll und Lawinen rechnen, die sich lösen und einem entgegen donnern, dann zählt einzig Schnelligkeit. Aber schließlich, ich bin Lara Croft...



Immer weiter und tiefer durch die endlosen Höhlen, aus denen außer mir wohl keiner je wieder herausfinden würde. Und manchmal geht es auch nur mit hangeln weiter, so wie an dieser Stelle...



Ich hatte schon vergessen, wie lange der Weg durch Eis und Schnee damals gewesen ist, aber das muß so sein, zum Schutz der Antics...



Nun, der frostige Teil liegt nun hinter mir, auch wenn es in diesen Hallen auch nur wenig wärmer ist. Aber meine Kleidung hält mich warm...



Ja, und wie ich mich erinnere, wie ich mir damals den Weg hier hart erkämpfen mußte. Dieses mal geht es bedeutend einfacher...



Eine Sektorenzentrale der Basis, ich habe mein Ziel fast erreicht. Und ich freue mich schon sehr darauf Gontu endlich wiederzusehen, statt nur seine Stimme in meinem Kopf zu hören, wie zuletzt in den Dimensionen des Echsenkönigs...



Der letzte Gang vor dem Ziel, ich habe die Kommunikationskammer endlich erreicht. Und bin auch ein wenig aufgeregt...



Da ist es also, das Terminal. Ich weiß damit umzugehen, ich weiß, wie ich die Verbindung zu Gontu herstellen kann. Dann also ans Werk...



Und es funktioniert, wie erhofft, das Terminal ist offensichtlich direkt mit einem Terminal bei Gontu verbunden. Sein Holobild baut sich bereits auf...


Hallo, Gontu, mein Freund, ich freue mich sehr, euch nicht mehr nur zu hören, sondern auch einmal wieder vor mir zu sehen. Und ich habe die weite Reise gemacht, weil mir einige Fragen auf der Seele brennen. Fragen, die mir, wenn überhaupt, nur einer beantworten kann - ihr, Gontu...



Auch ich freue mich über das Wiedersehen, Lara, ganz besonders nach eurem letzten Abenteuer, da ihr einen großen Schritt vorwärts getan habt auf eurem langen, beschwerlichen Weg, indem ihr ein großes Übel für immer ausgelöscht habt. Ich bin erleichtert, daß ihr unversehrt seid, zumal ich mich nicht wirklich einmischen konnte und meine Hilfe am Ende sehr gering blieb. auch nagt es an mir, daß ich euch nicht vorwarnen konnte, aber es war unabdingbar, daß ihr es selbst herausfinden und eure eigene Entscheidung treffen mußtet. Das konnte ich euch nicht ersparen...

Das ist mir inzwischen auch bewußt, Gontu, und ihr müßt euch deswegen nicht grämen. Eure Hilfe war am Ende mehr als wertvoll, sie hat genügt, um diese Aufgabe zu Ende zu führen, und um den Echsenkönig zu vernichten. Doch genau das ist der Punkt, die Rückeroberung der drei zentralen Artefakte und ihre Entschlüsselung führen mich nun zu euch, mit Antworten, aber noch mehr neuen Fragen, die ich mir nicht selbst beantworten kann. Dabei erhoffe ich mir eure Hilfe...

Das weiß ich bereits, Lara, und ich habe schon auf eure Ankunft gewartet, auch wenn ich euch sicherlich nicht die Hilfe in vollem Umfang gewähren kann, wie ihr sie euch erhofft. Das ist mir nicht erlaubt, und ich würde alles gefährden, was auf dem Spiel steht. Ich kann nur darum bitten, daß ihr mir vertraut und es bei den Antworten belaßt, die ich euch zu geben imstande bin, denn wisset, ihr habt nur eine große Gefahr in diesem Kampf, und auf eurer so wichtigen Mission, ausgeschaltet. Der Echsenkönig hat offen angegriffen, andere, noch weit mächtigere Gegner warten im Hintergrund auf ihre Chance, und deshalb müssen wir weiterhin sehr vorsichtig und besonnen handeln. Aber ich denke, das werdet ihr auch selbst in euch gespürt haben, daß es nicht vorbei ist, noch lange nicht...

In der Tat, das war mir immer bewußt, Gontu. Ich habe die Unterwelt bereinigt, die Zwischendimension gesäubert, und einen dunklen Herausforderer geschlagen, doch da ist noch mehr, viel mehr, als ich überhaupt sehen kann. Zum einen die Götter selbst, aus deren Handeln ich erst hervorgegangen bin, weil sie mich zu ihrem Streiter erkoren haben, ohne mir Wissen und Kenntnis der Dinge zu geben. Sie haben mich manipuliert und gesteuert, um für sie, für den Himmel, die Bedrohung durch die dunkleren Dimensionen und den Echsenkönig zu neutralisieren. Das habe ich getan, und ich habe ihnen die Steine aus dem Weg geräumt. Ich habe sie eigentlich nur noch mächtiger gemacht, als sie schon waren, weil ein großer Feind gefallen ist - ihre große Manipulation hatte also Erfolg. Und doch, das Werkzeug ist nicht blind, es gehorcht nicht willenlos und hat sich von den Göttern losgesagt. Es hat sie durchschaut und folgt nun dem eigenen Weg, wenn auch zunächst mit dem selben Ziel. Doch nun, hier und jetzt, trennen sich die Wege endgültig. Von nun an, das spüre ich so deutlich wie nichts anderes, bin ich selbst nun zum neuen und größten Widersacher der Götter aufgestiegen. Der Feind der eigenen Eltern, die mich um mein Leben, um meine wahre Identität, betrogen haben. Und ich bin dabei, das große Geheimnis der Götter, das sie so lange gehütet und vor aller Augen verborgen haben, zu lüften - um sie damit nicht nur endgültig bloßzustellen, sondern auch für immer zu entmachten. Um sie auszuschalten...

Das sind Worte, die das gesamte Universum und darüber hinaus erschüttern, und die euer Schicksal endgültig besiegeln werden - auf die eine oder andere Weise. Doch sagt mir zuerst, was habt ihr also herausgefunden? Was treibt euch mit solcher Macht gegen die Götter, daß ihr euch gar zum Feind der eigenen Blutlinie erklärt? Was hat die Entschlüsselung der Artefakte ergeben?



Nicht die ganze Wahrheit, das steht fest. Aber zumindest einen Teil davon, der die Zweifel, die ich eh schon hatte, verstärkt, so sehr verstärkt, daß all meine Gefühle mir nur noch eines sagen. Mein Blut mag göttlichen Ursprungs sein, aber ich gehöre nicht zu ihnen. Ich will nicht zu ihnen gehören, noch ihnen dienen, denn sie haben mehr, viel mehr verbrochen, als nur mich und die Lebenden, die an sie glaubten, zu verraten. Ich kann diese Dimension noch nicht wirklich erkennen, aber die Artefakte besagen eines ganz klar. Diese Götter sind falsche Götter, Wesen, die, was immer auch ihr wahrer Ursprung gewesen sei, sich genauso nur zu Göttern aufgeschwungen haben wie der Echsenkönig, mit dem Unterschied einem anderen Weg zu folgen. Doch letztlich sind beide Wege falsch, denn wer sich nur zum Gott ausruft und irgendwie die Macht ergreift, die einem gar nicht zusteht, der spielt falsch, auch wenn ich nicht einmal ahnen kann, wie die Dinge davor ausgesehen haben mögen. Doch es muß etwas anderes gegeben haben, etwas, das ebenso betrogen und entmachtet wurde wie ich, etwas, auf das die Artefakte ganz klar hindeuten. Und dieses "etwas" ist bedeutend älter als alles, was derzeit lebt, älter als alles, was wir kennen und ahnen. Das habe ich herausgefunden, und daraus ergeben sich meine Fragen...

Dann ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem ihr sie stellen sollt, Lara. Fragt mich. Und was ich beantworten kann, das werde ich beantworten. Doch wie schon gesagt, erhofft euch nicht zuviel, und habt Verständnis für die Grenzen, die mir auferlegt sind. Wir alle dürfen sie nicht überschreiten...

Das ist ja das Leidige daran, die Bösen dürfen alles, nur uns sind die Hände gebunden. Weil wir ansonsten die Gesetze, die wir zu schützen suchen, selbst brechen und uns am Ende selbst vernichten würden, das weiß ich. Auch wenn ich noch nicht wirklich durchschaue, was am Ende wahrhaftig ist, und was nicht. Aber gut, sei es zunächst einmal darum. Was nun die Artefakte betrifft, es sind nur Gleichungen und Sinnbilder, die wir gefunden haben, Worte, die augenscheinlich keinen Sinn ergeben und scheinbar absichtlich so hinterlassen wurden, um keinen Falschen jemals erkennen zu lassen, was die Schriften bedeuten mögen. Selbst beste Wissenschaftler können sich hier die Zähne ausbeißen, und mittlerweile glaube ich, daß die Wissenschaft schlicht der falsche Weg ist, um zu verstehen, was uns die Artefakte sagen wollen. Gelehrte und spirituelle Menschen haben hier scheinbar mehr Zugang, doch was sie sagen, das ergibt, für den logischen Verstand wie meinen, der schon so viel gesehen und erlebt hat, ebensowenig Sinn. Vielleicht ist die Wahrheit dazwischen zu suchen - oder wo ganz anders, ich werde daraus nicht schlau...

Dann sagt mir doch erst einmal, was ihr konkret herausgefunden habt, oder zumindest gefunden zu haben glaubt, was besagen die Schriftzeichen?

Nun, sie erzählen eine Geschichte, von den Wissenschaftlern für eine Sage oder Legende gehalten, für spirituelle Menschen wiederum die reine Wahrheit. Und ich stehe dazwischen, betrachte alles, was ich kenne und weiß, und merke, die Einzelteile lassen sich nicht zusammenfügen. Die einzelnen Puzzelteile ergeben kein ganzes Bild, denn die Artefakte weisen ganz klar weg von den Göttern - sie berichten von einer Zeit, in der es keine solchen Götter gab. Eine paradiesische Zeit, in der es auch höhere Wesen gegeben haben soll, die aber nicht näher beschrieben werden. Und es ist die Rede von einer Quelle des Ursprungs, eine Quelle der Macht, aus der heraus die Dinge überhaupt erst geworden sind. Auch sie wird nicht näher beschrieben, aber wenn es sie gab - oder gibt - dann könnte sie letztlich noch eine ganz andere Quelle stellen. Nämlich die Quelle aller Konflikte, die in den Dimensionen toben, die Quelle, hinter der alle her sind, und die doch im Dunkel verbleibt, weil sie angeblich niemand finden kann. Doch wie schon gesagt, das paßt alles nicht zueinander. Die Götter, die ich selbst kenne, die haben die Macht, aber nicht die Quelle, warum also sollten sie danach suchen, wenn sie eh schon haben, was die Quelle gibt? Oder trachten sie danach die Quelle zu zerstören, um die eigene Macht auf ewig zu sichern? Oder aber haben sie die Quelle doch bereits in Händen und verschleiern es, während sie mich aussandten ihre Herausforderer zu stoppen? Aber warum können sie das dann nicht selbst?
Nein, das ergibt einfach keinen Sinn, denn selbst wenn die Quelle existiert, dann müßte es den Göttern ein Leichtes sein sie zu erobern, und sie wären längst unangreifbar. Ich verstehe es nicht, mein Verstand versagt hier...

Nun, ich kann dir sagen, dein Verstand versagt nicht, denn er stellt die richtigen Fragen, und zieht auch die richtigern Schlüsse. Die Dinge passen nicht zusammen, und das werden sie auch nicht, es ist an euch sie neu zu ordnen und falsch von richtig zu trennen. Es ist an euch die Spur der Wahrheit zu finden, ihr zu folgen, egal zu welchem Ziel sie auch immer führen mag. Der Verstand ist nicht eure stärkste Waffe, das müßt ihr euch einfach klarmachen, weil ihr über eine weitaus mächtigere Gabe verfügt, auch wenn ihr sie wenig nutzt. Zumindest aber nicht bewußt. Doch ihr tragt die Fähigkeit in euch die Dinge zu erkennen, die Zusammenhänge, Gut und Böse, das, was falsch und richtig ist. Deshalb darf ich euch nicht mehr sagen, bis auf die eine Sache, um die sich alles dreht, und nach der längst alle suchen. Die Quelle des Lebens, die Quelle aller Macht - sie existiert. Ich weiß und spüre, daß ihr das wißt und glaubt, und ich bestätige es euch nun. Diese Quelle hält alle Antworten, auf alle Fragen, die jemals gestellt worden sind, und sie allein kennt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - für alles Leben. Sie müßt ihr also finden, vor allen anderen, um dann endgültig euer Schicksal zu erfüllen.
Lara Croft, ihr habt schon nach so vielen Schätzen und Artefakten gesucht. Aber nichts war jemals so mächtig und bedeutsam wie dieses, und wenn es jemals in die falschen Hände gelangt, dann sind wir alle verloren. Euer gesamter Weg, alles, was ihr erreicht habt und geworden seid, es hat auch nur auf diesen einen Augenblick bereitet, den Augenblick dieser Wahrheit. Ihr wurdet getäuscht, manipuliert und betrogen, und ihr habt mehr erlitten, als jedes andere sterbliche Wesen. Aber es mußte sein, ihr mußtet so vorbereitet werden, um diese Suche beenden und stark genug sein zu können, die ganze Wahrheit zu finden, am Ende eures langen Weges...




Dann haben mich meine Gefühle nicht getäuscht, denn sie besagen tatsächlich all das, was ihr mir gerade bestätigt habt. Und was auch die Artefakte ausdrücken, daß noch eines fehlt, ein viertes, noch größeres Artefakt, das mir endgültig den Pfad zur Quelle zeigen wird. Zur Quelle aller Wahrheit. Und die Quelle ist meine einzige und wirksame Waffe gegen die Götter und ihre Intrigen, gegen ihre Täuschungen, mit der ich all diesem Treiben dann ein Ende setzen kann...

So ist es. Das, und nur das ist euer Weg, Lara. Ihr müßt eure Suche fortsetzen, ihr müßt das vierte Artefakt finden, auf das die drei ersten deuten, um am Ende den Weg zur Quelle des Lebens zu finden. Leider weiß natürlich niemand, wo das vierte Artefakt verborgen liegt, und um was es sich dabei handelt, und ich darf es euch nicht sagen. Aber es gibt Hinweise, weitere Hinweise, denen ihr folgen könnt. Erforscht sie nochmals, die drei ersten Artefakte, erforscht sie ohne Wissenschaft und Versand, sondern nur mit eurem Herzen. Dann werdet ihr verstehen...

Danke, Gontu, mein Freund. Ich wußte, ihr würdet mich nicht im Stich lassen, wieder einmal wart ihr mir eine wettvolle Hilfe. Ich werde tun, wie ihr mir ratet, und ich werde finden, was noch verborgen liegt. Was es auch koste, was ich auch tun muß, am Ende werde ich siegreich sein. Das verspreche ich euch...

Und ich vertraue euch, wie ich euch immer vertraut habe, Lara. Denn wenn jemand erfolgreich sein kann, dann ihr, von den Göttern gezeugt und auserwählt, und nun die Streiterin der Wahrheit und des Lichts - des wahren Lichts. Ihr werdet euren Weg zu Ende gehen, und ihr werdet alle Antworten finden. Und wenn ihr am Ende die Quelle findet, dann werdet ihr wissen, was zu tun ist, und das richtige tun...

Euer Vertrauen ehrt mich, Gontu. Dann ist dies einmal mehr ein Abschied, da ich mich erneut auf eine lange Reise begeben muß. Die Wahrheit muß enthüllt und die Götter gestoppt werden - die Götter und jeder, der sich mir sonst noch in den Weg stellen mag. Ich werde bereit sein, und den Kampf aller Kämpfe führen...

Ihr wißt es, die Gefahren werden groß und mannigfaltig sein, nicht allein die Götter werden eure Gegner sein. andere werden auch für sie kämpfen, und eure normalen Waffen allein werden hier nicht ausreichen. Daran denkt immer, an eure Gaben, die mehr wert sind als alle Waffen der Welt. Ihr seid eine Tochter der Götter - fühlt, denkt und handelt danach. Das kann euch das Leben retten...

Das werde ich, Gontu. Es mag nicht der leichteste Weg sein, aber ich akzeptiere meine Bestimmung und was ich bin. Und ich werde einsetzen, was ich habe, um zu meinem Ziel zu gelangen...

Dann ist wohl alles gesagt...

Ja, Gontu, das ist es. Ich werde mich wieder auf den Weg machen, zurück nach Croft Manor. Und dort nehme ich mir die Artefakte noch einmal vor. Wenn sie mir noch etwas zu sagen haben, dann werde ich es herausfinden...

Gut. Und ich wünsche euch viel Erfolg, die Antics werden mental bei euch sein. Immer und überall, das wißt ihr. Ihr seid niemals alleine...

Danke. Lebt wohl, Gontu...


Das Bild meines Freundes verblaßt, der Kontakt bricht ab. Es ist Zeit nach Hause zurückzukehren, und ich mache mich wieder auf den Weg. Die Reise hat sich gelohnt, ich bin um einige Erkenntnisse reicher. Und ich weiß, was getan werden muß, ich weiß, wo ich ansetzen kann. Und das werde ich...
Viele Grüße,

Lara for ever

This post has been edited 4 times, last edit by "Lara for ever" (Mar 4th 2016, 11:53pm)


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Saturday, December 4th 2010, 9:09am

Level 3: The Zodiac Ritual (The Ghosts of Croft Manor)

Wieder Zuhause. Wieder zurück im Croft Anwesen, nach den ereignisreichen Tagen meiner Polarreise. Und ich habe getan, was Gontu mir geraten hat, ich habe mir die drei Artefakte noch einmal vorgenommen. Dabei ist etwas passiert, etwas Seltsames, und ich glaube, ich habe gefunden, was ich gesucht habe...

Winston war zurückgekehrt. Er hatte es gespürt, instinktiv gespürt, daß ich ihn nun brauchte, und er hatte seine Kur abgebrochen. Winston meinte sie später fortsetzen zu können, wenn ich wieder auf Reisen wäre, doch zuerst wollte er mir helfen zu finden, was ich suchte. Und gemeinsam haben wir uns dann an die Artefakte gewagt...



Wir hatten nochmals alle Fakten zusammengetragen, und das, was unsere Gefühle und Herzen besagten. Wir haben meditiert und unsere Sinne fließen lassen, und auch das wurde alles dokumentiert. Winston hat alles zusammengefaßt und wir haben es analysiert, wieder und wieder...



Und wir sind zu einem Ergebnis gekommen, das uns sprachlos zurückgelassen hat. Denn alles, was auf dieses mysteriöse vierte Artefakt deutet, alles, was wir finden konnten, es trägt am Ende wirklich einen Namen. Unglaublich, war scheinbar wahr...



Die Bundeslade! In der Tat, DIE Bundeslade, in welcher der christlichen und jüdischen Legende nach die zehn Gebote aufbewahrt wurden, von deren einem Gott persönlich in Stein gemeißelt, sie ist das gesuchte vierte Artefakt. Jedenfalls deuten darauf alle Zeichen, auch wenn das mehr Fragen aufwirft als jemals zuvor. Andererseits deuten doch auch schon die anderen drei Artefakte darauf hin, zumindest der Heilige Gral entstammt der christlichen Mythologie, während die anderen beiden noch weitere Richtungen und Einflüsse einbringen. Letztlich fließen hier drei große Weltreligionen der Erde zusammen, Judentum, Christentum und Islam, die einen gemeinsamen Ursprung zu haben scheinen, etwas, womit ich mich nie näher befaßt habe. Ein Fehler, wie es scheint...



Und doch, das alles widerspricht sich weiterhin. Die realen Götter einerseits, die ich kenne und erlebt habe, und die Artefakte und Legenden andererseits, die auf eine viel bedeutsamere Wahrheit hinweisen als jene, die ich sehen kann. Das ist ebenso seltsam wie unheimlich - und letztlich weiß ich weniger als je zuvor woran ich hier wirklich bin. Diese Antworten kann mir nur die Quelle geben, das weiß ich jetzt - sie muß ich suchen und finden. Erst dann werden sich alle Rätsel lösen lassen. Endgültig...

Ich bin bereit dazu. Ich bin bereit diesen mysteriösen Weg zu gehen, wohin er mich auch führen mag. Und welche Steine sich mich auch in den Weg legen mögen, es ist egal, ich werde Erfolg haben. Ganz bestimmt...


Dort draußen wartet nun also das weitere Abenteuer, ein noch größeres und bedeutenderes als alles, was mir bisher widerfahren ist. Und ich bin bereit, bereit meinem Weg zu folgen und mein Schicksal zu erfüllen...



Wir sehen uns wieder, meine Freunde. Wir sehen uns, wenn ihr mir auf meinem weiteren Pfad folgt, den ich gehen muß.
Bald, sehr bald...

Ende Episode 108
Viele Grüße,

Lara for ever

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